Im Jahr des 70. Jahrestages der Gründung des Staates Israel wollte die politische Jugendorganisation sich bewusst mit dem heutigen jüdischen Leben in der Region beschäftigen.

Am Dienstag, den 24.07. besuchte die Junge Union (JU) Ludwigshafen die Synagoge Beith Shalom in Speyer. Im Jahr des 70. Jahrestages der Gründung des Staates Israel wollte die politische Jugendorganisation sich bewusst mit dem heutigen jüdischen Leben in der Region beschäftigen. In einer Führung und einem anschließenden Gespräch mit einer Gästeführerin der jüdischen Gemeinde zeigte sich die Vielfältigkeit und Offenheit des jüdischen Glaubens. Die Teilnehmer beeindruckte insbesondere die geschichtliche Bedeutung der jüdischen Gemeinde für die Entwicklung der Region.
„Die Judenfeindlichkeit, die sich zuletzt bundesweit zeigte, schockiert uns. Wir dürfen nicht zulassen, dass Antisemitismus wieder salonfähig wird“, so Elisabeth Seegers, stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Union, die die Veranstaltung organisierte. In den vergangenen Wochen waren vermehrt Berichte von gestiegenem Antisemitismus zu lesen. So belegte die kürzlich veröffentlichte Studie "Antisemitismus 2.0", dass sich der im Internet artikulierte Antisemitismus drastisch verschärfte. Dies wird unter anderem an der Verdreifachung von Hassbotschaften in den Kommentarspalten von Nachrichtenportalen augenscheinlich. Angriffe auf jüdische Mitbürger in Bonn und Berlin, die häufige Verwendung des Wortes "Jude" als Schimpfwort sowie Mobbing an Schulen zeigen, dass auch in der realen Welt ein gefährlicher Trend zu beobachten ist. Die JU Ludwigshafen positioniert sich klar gegen Antisemitismus. Es gehört zur besonderen Verantwortung gegenüber dem jüdischen Staat und den in Deutschland lebenden Juden, dass wir auf Antisemitismus in aller Klarheit hinweisen, vor ihm warnen und konsequent gegen ihn eintreten. „Wir brauchen eine klare, engagierte Position der Zivilgesellschaft gegen jegliche Form der Judenfeindlichkeit, egal ob es sich um rechts-, links- oder religiös motivierten Hass handelt. Gerade in den
Schulen und Integrationskursen muss sich mit der herausgehobenen Verantwortung Deutschlands auseinandergesetzt werden.", erklärt der Vorsitzende der JU Ludwigshafen, Simon Rapp.

Wir danken der jüdischen Gemeinde für die Möglichkeit des offenen Austauschs und die interessante Führung.

« „Ausbildung attraktiver machen und flexible Strukturen im Arbeitsalltag schaffen“