Am Dienstag, den 28. Mai 2019 waren die Ludwigshafener Schülervertreter eingeladen, mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Torbjörn Kartes und der JU Ludwigshafen über die Lage an den Schulen zu sprechen. Rund ein Dutzend junger Menschen folgten der Einladung ins Schmaus & Braus und diskutierten über den baulichen Zustand, die digitalen Kompetenzen sowie Ausstattungen der Schulen, aber auch über Klimaschutz und Mobilität.

Dabei gab es viel Lob, aber auch konstruktive Kritik. So waren sich die Schülervertreter einig darüber, dass viele ihrer Lehrer engagiert und motiviert sind, jedoch an einigen Stellen Fachlehrer fehlen. Neben des anhaltenden Lehrermangels durch die Landespolitik sorgten sich die Schüler um die knappe Zeit der Schulsozialarbeiter, insb. an solchen Schulen, die landläufig als “Brennpunktschulen” bezeichnet werden würden.
Die Digitalisierungsbemühungen sehen die Schüler positiv. Auch wenn einige Computersäle nicht mehr modernsten Standards entsprächen, so sind Smartboards und iPads nützliche Werkzeuge, um neue Methoden und Ideen in den Unterricht einzubringen. In einem nächsten Schritt sollte das Land nun noch weiter die Lehrpläne und Methodenkompetenzen anpassen, um den Anforderungen der Lebensrealität gerecht zu werden.

“Wir sehen, dass es an vielen Schulen trotz der schwierigen Finanzausstattung Ludwigshafens Fortschritte gibt und die Schülerinnen und Schüler gut auf die Zeit nach der Schule vorbereitet werden. Gleichzeitig ist es wichtig zu hören, wo es starken Verbesserungsbedarf gibt, sodass Jugendliche wieder gerne zur Schule gehen”, so der Organisator der Veranstaltung, JU-Vorstandsmitglied Alexander Weih. Der JU-Vorsitzende Simon Rapp ergänzt: “Dabei kann und muss die Stadt helfen, die Lern- und Lehrbedingungen zu verbessern. Gleichermaßen ist das Land in der Pflicht, insbesondere wenn es um zeitgemäße Lehrpläne und ausreichend Lehrerstellen geht.”

Ebenfalls viel Raum nahm der Austausch über Klimaschutz auf kommunaler als auch nationaler Ebene ein. Mit der Diskussion über eine CO2-Steuer, der Zukunft von E-Autos und alternativen Antriebstechnologien sowie der Rolle von Radwegen und des Personennahverkehrs wurde dabei eine große Bandbreite an Themen abgedeckt. Der Bundestagsabgeordnete Torbjörn Kartes konnte so einige der Anliegen der jungen Generation aufnehmen, aber auch aufzeigen, wieso manche Veränderungen aktuell mehr Zeit in Anspruch nehmen als geplant.

"Es ist gut, dass die Ludwigshafener Schüler ein großes Interesse an politischen Themen haben und eigene Ideen einbringen. Damit dies so bleibt und vieles noch besser wird, nehme ich die Anregungen mit. Wir müssen insbesondere daran arbeiten, Prozesse in Deutschland schneller anzuschieben und umzusetzen", erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Torbjörn Kartes abschließend.

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