Die Junge Union (JU) Ludwigshafen schlägt vor, das entstehende Konzept zum Einwegbecherpfand in Ludwigshafen mit dem bestehenden Mannheimer System kompatibel zu gestalten.

„Die Zeiten des Rheins als unpassierbare Grenze sind lange vorbei. Egal, ob Pendlerin oder Passant beim Shopping: Wer in einer der Schwesterstädte einen coffee-to-go kauft, sollte auf der anderen Rheinseite auch das Pfand dafür zurückerhalten können“, erklärt die stellvertr. Kreisvorsitzende Elisabeth Seegers. „Grundsätzlich begrüßen wir jeden Weg, der zu weniger Müll führt. Aber es wird herausfordernd sein, ein System zu entwickeln, das Kosten nicht einfach an den Kaffeetrinker weiterreicht. Dabei sollen jedoch auch nicht Ludwigshafener Unternehmen belastet und schon gar nicht finanzielle Spielräume der Stadt weiter einschränkt werden“, so Simon Rapp, Kreisvorsitzender der Jugendorganisation.
Neue Maßnahmen zur Müllminderung sind daraufhin zu prüfen, ob sie nicht dem generell steigenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung durch zusätzliche Hürden oder Kosten im Alltag entgegenlaufen. Außerdem sollten die Erwartungen nicht überzogen sein, auch ohne Einwegbecher bleiben viele Abfallprobleme bestehen. Es braucht zusätzliche Instrumente, wie bspw. einen Umweltberater, der zusammen mit Unternehmen Strategien zur Vermeidung von Plastikmüll erarbeitet.
„Eine Testphase könnte zeigen, wie die Idee des Becherpfands von Unternehmen und Konsumenten angenommen wird. Ein Projekt, das auf Freiwilligkeit basiert, dürfte direkt die Akzeptanz unter den Teilnehmern steigern. Wir sind zuversichtlich, dass auch in Ludwigshafen eine passende Lösung gefunden wird, da bereits zahlreiche Städte in Deutschland mit einem privaten Anbieter eines Pfandsystems gut zusammenarbeiten“, schließt Simon Rapp.

Die JU Ludwigshafen ist die größte politische Jugendorganisation in Ludwigshafen. Sie besteht seit 1947 und hat derzeit 160 Mitglieder zwischen 14 und 35 Jahren. Grundsatz der CDU-Jugendorganisation ist es, die eigene Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, mit anderen politisch Interessierten zu diskutieren, politische Ideen zu entwickeln und für ihre Durchsetzung zu streiten.

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